Bildgebende Verfahren

Bei jeder Erkrankung und natürlich auch zur Vorsorge steht die gründliche Untersuchung des Tieres im Vordergrund. In unserer Praxis haben wir die Möglichkeit, im Bedarfsfall über die klassische klinische Untersuchung hinaus viele weiterführende diagnostische Methoden einzusetzen. Hierbei liegen uns außer bei Spezialuntersuchungen die Ergebnisse nach wenigen Minuten vor, sodass sich schnell eine gezielte Therapie anschließen kann. Dies kann insbesondere bei schwer kranken Tieren oder Notfällen lebensrettend sein.

Ultraschall

Die Ultraschalluntersuchung (Sonographie) arbeitet auf der Basis von Schallwellen und ist somit strahlungsarm, unschädlich und schmerzfrei für den Patienten. Sie ermöglicht eine optimale Untersuchung der einzelnen Organe bezüglich Gewebsveränderungen, Tumore und Flüssigkeitsansammlungen.

Wir besitzen das moderne und hochauflösende Ultraschallgerät MyLab 40 der Firma Esaote/PieMedical, das mit einem 12-MHz Linearschallkopf und zwei Mikrokonvexschallköpfen ausgestattet ist. So ist die Darstellung sehr kleiner anatomischer Strukturen, wie die der Eierstöcke, der Nebennieren und der Harnleiter möglich.

Zuchtrelevante Ultraschalluntersuchungen:

  • Trächtigkeitsdiagnostik
  • PKD Untersuchung der Katze
  • EU Untersuchung (z. B. beim Briard)

Dopplersonographie

Die Dopplersonographie kann den Blutfluss messen. Dies ermöglicht die genaue Untersuchung des Herz-Kreislauf-Systems sowie die optimale Gefäßdiagnostik aller Organe.

Schwerpunkte unserer Dopplersonographie sind abdominale Sonographie sowie Herzuntersuchungen.

Abdomen

Die Sonographie kann zur weiteren Abklärung von Erkrankungen der inneren Organe, wie z.B. Leber, Milz, Harnblase, Nieren oder Gebärmutter, oder Flüssigkeitsansammlungen eingesetzt werden.

Durch den Einsatz unserer modernen Schallköpfe ist es möglich, auch sehr oberflächliche Strukturen, wie beispielsweise Veränderungen der Mammaleiste, der Hoden sowie oberflächlich liegende Tumore zu untersuchen.

Zusätzlich besteht die Möglichkeit, dass unter Ultraschallkontrolle Punktionen (Feinnadelbiopsien zur zytologischen Untersuchung) zu diagnostischen Zwecken durchgeführt werden.

Im Falle von einer Harnwegsinfektion kann steril entnommener Harn mittels Zystozentese gewonnen werden. Dies ist nötig um eine Harnkultur mit Resistenztest anzulegen.

Durch die Anwendung des Doppler-Effekts kann die Aussagekraft der Sonografie erheblich erhöht werden. Das Doppler-Verfahren wird z. B. bei den nachfolgenden Untersuchungen verwendet:

  • Herzultraschalluntersuchungen
  • Blutfluss-Geschwindigkeit
  • Beurteilung von Herzklappenfehlern
  • Verengungen (Stenosen)
  • Kurzschlussverbindungen (Shunts)

Ektopischer Ureter

Unter einem ektopischen Ureter versteht man einen Harnleiter der nicht an der richtigen Stelle mündet. Das bedeutet, dass der Harnleiter zu weit hinten mündet, z.B. direkt in die Harnröhre oder in die Scheide. Hunde mit ektopischen Ureteren zeigen als häufigstes Symptom konstantes Harnträufeln. Bei Hündinnen zeigt sich dieses Harnträufeln meistens schon von Geburt an, während bei Rüden das Harnträufeln häufig erst im Laufe der Jahre oder nach einer Kastration auftritt, da hier ein großer Teil der Harnröhre als Schließmuskel fungiert, der nach einer Kastration an Kraft verliert. Zusätzlich kommt es bei Hunden mit ektopischen Uretern zu Blasenentzündungen und auch Nierenbeckenentzündungen. Der nicht richtig mündende Harnleiter ist oft in seiner Motorik gestört, sodass er den Harn nicht richtig von der Niere in die Harnblase transportieren kann, was zur Folge hat, dass es einen Harnstau in der Niere gibt (Hydronephrose).

Beim gesunden Hund transportiert der Harnleiter den in den Nieren produzierten Urin in die Blase. Die Blase ist nach Außen durch einen Schließmuskel von der Harnröhre getrennt. Beim Urinieren geht der Schließmuskel auf und die Blase kann sich entleeren.

Die Ureterektopie ist eine angeborene Erkrankung. Es wird vermutet, dass es sich bei der Ureterektopie um eine erbliche Erkrankung handelt, da sie vermehrt bei einzelnen Rassen (Retriever, Entlebucher und Appenzeller Sennenhund, Briard) auftritt, es konnte bisher aber noch kein Vererbungsmodus nachgewiesen werden.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten einen ektopischen Ureter zu diagnostizieren. Die häufigste Methode ist die Ultraschalluntersuchung. In unserer Praxis macht Frau Dr. Möhrke die Untersuchung auf den ektopischen Ureter. Sehr häufig wird die Untersuchung auch in Kombination mit dem HD Röntgen vorgenommen, da somit für den Hund und den Besitzer ein Tierarztbesuch weniger ansteht. Der Ultraschall wird im Anschluss an das Röntgen durchgeführt, damit die restliche Narkose sinnvoll genutzt werden kann. Der Hund wird auf ein Kissen in Rückenlage gelegt und mittels Ultraschall werden die Einmündungen der Harnleiter dargestellt. Zur besseren Darstellung wird ein urintreibendes Mittel vor der Untersuchung verabreicht.

Eine weitere Möglichkeit ist die Endoskopie. Nachteil dieser Methode ist, dass der Hund narkotisiert werden muss. Ebenfalls möglich ist die Durchführung einer sogenannten Ausscheidungsurographie. Hierbei wird dem Hund ein Kontrastmittel intravenös verabreicht und anschließend wird der Ausscheidungsvorgang mittels Röntgenaufnahmen dargestellt.

Hunde, bei denen ein ektopischer Ureter diagnostiziert wurde, sollten operiert werden. Als erstes muss die Nierenfunktion überprüft werden, ob die Nieren schon Schaden genommen haben oder nicht. Dies wird anhand von Urin-, und Blutuntersuchungen gemacht. Falls die Niere gut arbeitet, kann operiert werden. Hierzu wird der falsch mündende Harnleiter an seiner Mündungsstelle abgesetzt und in die Harnblase eingesetzt. Da Fälle von ektopischen Ureteren in den letzten Jahren vermehrt bei bestimmten Hunderassen diagnostiziert wurden, gehen verantwortungsvolle Zuchtvereine (z.B. Briard Club Deutschland BCD, Schweizer Sennenhund Verein Deutschland SSV) dazu über, ihre Zuchttiere oder zum Teil gesamte Nachzuchten untersuchen zu lassen.

Herz – Echokardiografie

Definiert wird die Echokardiografie als Untersuchung des Herzens mittels Ultraschall. Sie ist eine der wichtigsten, nicht invasiven (d. h. nicht eingreifenden) Untersuchungsmethoden des Herzens und mittlerweile unverzichtbarer Bestandteil der Kardiologie (= Lehre des Herzens).

Mit Hilfe des Herzultraschalls ist es möglich eine Reihe von erblichen so wie altersbedingten Herzkrankheiten zu diagnostizieren.

Zur Durchführung eines Herzultraschalls benötigt ihr Tier meist keine Sedation, da das behutsame Hinlegen und Festhalten von der Mehrheit der Patienten gut toleriert wird.

Inoffizielle Untersuchungen zur Abklärung von Herzgeräuschen und zur jährlichen Überprüfung des Fortschreitens eines Herzproblems, werden von Herrn Dr. Rösch in unserer Praxis durchgeführt.

Trächtigkeitsultraschall

Der Trächtigkeitsultraschall ist die zuverlässigste Methode um festzustellen, ob eine Trächtigkeit besteht. Der optimale Zeitpunkt zur Trächtigkeitsuntersuchung liegt zwischen dem 23. und 30. Tag nach dem Eisprung. In dieser Zeitspanne lassen sich die Fruchtblasen sowie die Herztätigkeit der Embryos bildlich darstellen. Vor dem 23. Tag ist die Aussage über die Anzahl und den Zustand der Embryos noch zu ungenau. Natürlich besteht auch die Möglichkeit, nach dem 30. Tag einen Ultraschall durchzuführen, jedoch sind dann die Fruchtanlagen der Föten schon so groß, dass der Tierarzt über die Anzahl keine sichere Aussage treffen kann, da die Abgrenzung der Feten nicht mehr möglich ist.

Für die Untersuchung ist keine Narkose notwendig, da das Tier in Rückenlage in einer weichen Schaumstoffmatte liegt oder ganz entspannt auf dem Tisch steht. Wir bemühen uns, möglichst wenig Haare zu entfernen. Ein sehr dichtes Fell führt aber bei der Diagnostik zu schwarzen Schatten auf dem Bild. Mit Hilfe von Ultraschallgel können nun die beiden Hörner der Gebärmutter und bei Bedarf auch die Eierstöcke dargestellt werden.

Liegt eine Trächtigkeit vor, kann der Tierarzt eine Aussage treffen, wie viele Welpen zu erwarten sind oder ob Resorptionen vorliegen.

Röntgen

Die Röntgendiagnostik ist eine der ältesten und häufigsten verwendeten Diagnosemethoden und ermöglicht uns einen Blick in das "Innere" des Tieres.
Unsere Praxis verfügt über ein modernes, digitales Röntgengerät.

Dieses Gerät bringt viele Vorteile mit sich:

  • Es erstellt aussagekräftige Röntgenbilder
  • Die Bilder sind schnell verfügbar
  • Die Strahlenbelastung für Tier und Mensch ist sehr gering
  • Zudem ist es sehr umweltschonend. Es fallen keine, für die Umwelt belastenden, Chemikalien an (wie Entwicklungs- und Fixierlösungen)
  • Per Mail lassen sich die Röntgenbilder einfach und schnell versenden

Ein Röntgenbild ist für viele Untersuchungen und Diagnosen unersetzlich. Es können Organe in ihrer Größe, Lage, Kontur und Dichte dargestellt und befundet werden.

Unser Röntgengerät wird vielseitig eingesetzt zum Beispiel für:

  • Röntgenbilder des Abdomen und des Thorax
  • Erkennung von Funktionsstörungen (z.B. Darmverschluss)
  • Frakturen und knöchernen Veränderungen
  • Untersuchung des Kiefers, der Zähne und der Zahnwurzeln

Offizielle Untersuchungen:

In unserer Praxis übernimmt die offiziellen Röntgenuntersuchungen Dr. Rösch. Er ist zertifizierter Gutachter für die HD und ED Untersuchung vom GRSK. Natürlich führen wir diese Untersuchungen auch inoffiziell für ihre privaten Unterlagen durch.

  • HD/ED-Röntgen
  • OCD
  • PennHIP®
  • Spondylose
  • privates Einzelgutachten

PennHIP®

Neben dem bekannten offiziellen HD-Röntgenverfahren hat Dr. Rösch als "full certified member" die Berechtigung erworben, Hüften nach der patentierten Methode "PennHIP®" (Pennsylvania Hip Improvement Program) der Universität von Pennsylvania zu röntgen.

Mit diesem speziellen Röntgenverfahren kann bereits ab einem Alter von 16 Wochen eine statistische Aussage getroffen werden, ob ein Hund im späteren Leben an einer Hüftgelenksdysplasie und somit an einer Hüftgelenksarthrose erkranken wird.

Die Methode ist sowohl für Zuchthunde als auch für Familienhunde zu empfehlen.

Wie beim klassischen HD-Röntgen wird die PennHIP®-Methode in Sedation durchgeführt. Dabei fertigt Dr. Rösch drei Aufnahmen an. Die Bilder werden digital zur zentralen Auswertungsstelle an der Universität von Pennsylvania gesendet. Diese erstellt ein Zertifikat für den Besitzer über das Ergebnis und den Distaktionsindex beider Hüften. Dieser Index wird bei der Distraktionsaufnahme errechnet und gibt eine statistische Aussage darüber, mit welcher Wahrscheinlichkeit das jeweilige Hüftgelenk des Hundes später an einer Arthrose erkranken wird.

Die gestreckte Hüftaufnahme, bei der schon vorhandene ostearthrotische Veränderungen am besten erkannt werden können.
Die Kompressionsaufnahme, bei der die Oberschenkelköpfe leicht in die Pfannen gedrückt werden, um die Passform der Hüfte zu beurteilen
Die Distraktionsaufnahme, bei der die Oberschenkelköpfe mit Hilfe eines speziellen Gerätes zwischen den Beinen des Hundes durch leichten Druck aus der Pfanne bewegt werden und so die Lockerheit der Hüftgelenke bestimmt werden können. Aus dieser Aufnahme kann dann der sogenannte Distraktionsindex bestimmt werden.Die Bilder werden immer digital zur zentralen Auswertungsstelle an der University of Pennsylvania gesendet. Diese erstellt ein Zertifikat für den Besitzer über das Ergebnis und den Distraktionsindex beider Hüften. Dieser Index wird bei der Distraktionsaufnahme errechnet und gibt eine statistische Aussage darüber, mit welcher Wahrscheinlichkeit das jeweilige Hüftgelenk des Hundes später an einer Arthrose erkranken kann.
Hieraus kann der Züchter seine Zuchtplanung hinsichtlich der HD optimal abstimmen.

Für den individuellen Hund und seinen Besitzer kann ein optimaler Behandlungsplan schon sehr früh (ab 16 Wochen Alter) eingeleitet werden. (Physiotherapie, Bewegungsmanagement, Diät und/oder ggf. Chirurgie).

www.pennhip.org

Hüfte gestreckt

Hüfte gebeugt Distraktion

Hüfte gebeugt Kompression

HD | ED | OCD

HD Röntgen – Röntgen der Hüfte

HD steht für Hüftdysplasie oder Hüftgelenksdysplasie und bezeichnet eine Fehlentwickelung des Hüftgelenks. Betroffen können alle Hunde- und auch einige Katzenrassen sein, vorwiegend jedoch Tiere mit großem Körperbau, wie z. B. der deutsche Schäferhund oder die Maine Coon.

Die Erkrankung ist überwiegend genetisch bedingt, kann aber auch durch Fehlfütterung oder Fehlbelastung des Tieres verstärkt werden. Aus diesem Grund ist eine frühzeitige Diagnose wichtig.

Dazu bieten wir in unserer Praxis eine Untersuchung per Röntgendiagnostik an.

Da einige Zuchtverbände eine nachgewiesene HD-Freiheit zur Zulassung der Zuchttauglichkeit fordern, ist bei uns Herr Dr. Rösch befugt, offizielle Röntgenaufnahmen zu erstellen. Diese werden dann zur Auswertung an den  jeweiligen Verband geschickt. Selbstverständlich besteht die Möglichkeit Ihren Hund ohne offiziellen Hintergrund auf die HD zu untersuchen, damit sie Ihrem Haustier ein möglichst schmerzfreies Leben trotz Erkrankung gewährleisten können.

Neben dem HD-Röntgen, bieten wir als Alternative zusätzlich das PennHip-Verfahren an.

 

ED Röntgen – Röntgen der Ellbogen

ED ist die Kurzform für Ellbogendysplasie. Es handelt sich hierbei um einen chronisch verlaufenden Krankheitskomplex bzw. Verschleiß des Ellbogengelenks. Eine Ellbogendysplasie kann bei allen Hunderassen auftreten. Betroffen sind vor allem schnellwüchsige, große Rassen wie z. B. Rottweiler, Berner Sennenhund, Neufundländer, Labrador Retriever und Deutscher Schäferhund.

Die vererbliche ED entwickelt sich in der späten Wachstumsphase bei vier bis acht Monate alten Jungtieren. Zunächst ist oft nur zu bemerken, dass die Kleinen weniger gerne laufen und häufiger zu einer Art „Zuschauer“ werden, anstatt mit anderen zu spielen.

Eine frühzeitige Diagnose ist wichtig, um den Folgen wie z.B. schmerzhaften Arthrosen vorzubeugen. Die Ellbogendysplasie ist überwiegend genetisch bedingt, kann aber zudem durch Fehlfütterung oder -belastung des Tieres verstärkt werden.

Oftmals wird neben dem ED Röntgen auch gleich ein HD und OCD Röntgen durchgeführt, um jegliche Krankheitskomplexe ausschließen oder feststellen zu können.

 

OCD Röntgen – Röntgen des Schultergelenks

OCD oder auch OD steht für Osteochondrosis dissecans und ist eine Wachstumsstörung der Schultergelenke. Eine OCD kann bei allen groß- und schnellwüchsigen Hunderassen auftreten, häufig sind Hunde ab einem Gewicht von 25 Kilogramm betroffen. Die Osteochondrosis dissecans entwickelt sich in einem Alter von vier bis zwölf Monaten.

Entstehen kann eine OCD durch die zu schnelle Teilung der Knorpelzellen. Dies hat zur Folge, dass der Verknöcherungsvorgang zu langsam voran schreitet und der Gelenksknorpel verdickt. Durch eine fehlende Durchblutung des Knorpels und daraus resultierender Nährstoffunterversorgung stirbt er nach einiger Zeit ab. Durch diesen Prozess ist der „gesunde“ Knorpel nicht mehr mit dem Knochen verbunden. Es kann zu einer schmerzhaften Entzündung kommen, welche behandelt werden muss.

Wir bieten in unserer Praxis die HD-, ED- und OCD-Untersuchungen per Röntgendiagnostik an, welche standartmäßig in Narkose durchgeführt werden, da das Tier in bestimmten Positionen gelagert werden muss. Dies wäre im Wachzustand nur bedingt möglich und schließt eine zuverlässige Auswertung der Röntgenaufnahmen aus.

Bei offiziellen Untersuchungen ist es wichtig, dass alle Papiere mitgebracht werden. Hierzu gehören die Ahnentafel und die Beurteilungsbögen der entsprechenden Untersuchungen. Diese bekommen Sie bei Ihrem Züchter oder dem jeweiligen Verein.

Wir beraten Sie sehr gerne in unserer Praxis.

Dentalröntgen

Intraorales Röntgen

Die Beurteilung eines Zahnes kann unter Umständen ohne bildgebende Verfahren schwierig werden.

Äußerlich macht der Zahn noch einen guten, gesunden Eindruck, doch die unter dem Zahnfleisch liegenden Wurzeln, lassen sich mit bloßem Auge nicht beurteilen. Um diese und auch pathologische Veränderungen darstellen zu können, gibt es nur eine Lösung: Intraorales Röntgen!

Mit einem solchen Röntgengerät lassen sich die Zähne vollständig kontrastreich darstellen.

Gewisse Erkrankungen bei der Katze wie beispielsweise FORL (Feline odontoklastische resorptive Läsionen) können erhebliche Schmerzen auslösen. Daher ist es dringend zu empfehlen, bei jeder Zahnsanierung eine Röntgenübersicht (Full-Mouth-Röntgen) durchzuführen.

Auch bei Hunden und Nagetieren bietet das intraorale Röntgengerät die Möglichkeit, Aufschluss über den gesundheitlichen Zustand der Zähne unterhalb der Zahnkrone zu geben. Wurzelreste können gefunden, Abszesse befundet und Frakturen der Wurzel diagnostiziert werden.

Empfehlenswert ist es vor der Zahnsanierung einen Termin zur Voruntersuchung zu vereinbaren, um die Behandlung im Vorfeld einschätzen und individuell beurteilen zu können.

Endoskopie

Bei der Endoskopie können mit einer kleinen Kamera mittels Glasfaseroptik Strukturen der Körperhöhlen und einzelner Hohlorgane dargestellt werden. Dabei wird das Instrument meistens durch eine natürliche Körperöffnung, wie z.B. Nase, Rachen, After, eingeführt, um z.B. in den Magen, den Darm, die Harnblase oder die Lunge schauen zu können. Dies ermöglicht eine sehr genaue Beurteilung der jeweiligen Organe. Die Untersuchung findet meist am sedierten Tier statt, da sich der Patient für eine genaue Bildgebung nicht bewegen darf.

Das Endoskop wird hauptsächlich verwendet, wenn sich durch vorherige Röntgen- und Ultraschalluntersuchungen kein eindeutiger Befund ergibt. Daher bieten wir im Bereich der Endoskopie eine Vielzahl von Spiegelungen an:

  • Ohren (Otoskopie)
  • Nasenhöhlen (Rhinoskopie) und Rachen (Pharyngoskopie)
  • Luftröhre (Tracheoskopie) und der Bronchien (Bronchoskopie)
  • Magen- und Darmtrakt (Gastroskopie, Koloskopie)
  • Harnblase und Harnröhre (Urethrozystoskopie)
  • Vagina und Gebärmuttermund (Vaginoskopie)
  • Endoskopische Besamung

Gleichzeitig können mit dem Endoskop und speziellen Instrumenten ohne chirurgischen Eingriff Fremdkörper entfernt oder Gewebeproben entnommen werden.

Um sich einen Eindruck von dem Gerät verschaffen zu können, stellen wir in unserer Praxis ein flexibles Endoskop im Wartezimmer aus.

Sollte sie dies nur bedingt dulden, muss eine Sedierung bzw. Narkose überdacht werden.

Zusätzlich verwenden wir die Endoskopie zur intrauterinen Besamung bei Zuchthündinnen.

Endoskopische Besamung

Zusätzlich bieten wir die Möglichkeit einer endoskopischen Besamung an. Diese erfolgt an der stehenden Hündin mit einem starren Endoskop. Zunächst wird mit Hilfe des Endeskops der Eingang zur Gebärmutter, der Muttermund, in das Bild gebracht. Durch einen am Endoskop befindlichen Kanal kann nun der Besamungskatheter mit viel Gefühl in die Gebärmutter eingeführt werden. Sobald der Katheter richtig liegt, wird der Samen in die Gebärmutter appliziert. Da der Muttermund in zahlreichen Falten sehr versteckt liegt, kann der Vorgang der endoskopischen Besamung in schwierigen Fällen einige Zeit in Anspruch nehmen. Während dieser Dauer muss die Hündin möglichst ruhig stehen.

Elektrokardiogramm – EKG

Bei einem Elektrokardiogramm werden elektrische Impulse gemessen und aufgezeichnet. Diese entstehen bei jedem Herzschlag und bewirken, dass sich das Herz kontrahiert und somit das Blut durch den Körper gepumpt wird. Die abgeleiteten Herzströme werden in einer Kurve dargestellt, mit dessen Hilfe Aussagen über Herzrhythmus und Frequenz getroffen werden, aber auch Störungen im Erregungsleitungssystem und in der Herzmuskulatur erkannt werden können. So unterstützt das EKG die Behandlungen aber auch die Überwachung des Verlaufs bereits bestehender Herzerkrankungen.

In unserer Praxis führen wir ein Ruhe-EKG durch, d.h. bei der Messung sollte der Patient möglichst ruhig liegen. Aus diesem Grund verbinden wir oft die EKG-Messung mit dem Herzultraschall. Beide Untersuchungsmethoden zusammen angewandt gewährleisten so klare Aussagen über den Zustand des Herzens.

Des Weiteren nutzen wir das Elektrokardiogramm unterstützend bei der Narkoseüberwachung in unserem OP. Hierbei befindet sich eine Sonde in Herznähe, sodass EKG-Veränderungen direkt angezeigt und intra- bzw. postoperative Impulsveränderungen festgestellt werden können. Somit ist das EKG-Monitoring eine kostengünstige Möglichkeit zur Überwachung von operativen Patienten, wodurch die Sicherheit während eines Eingriffs erhöht wird.

TIERARZTPRAXIS AM DORNEY
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TERMINSPRECHSTUNDE

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Für lebensbedrohliche Notfälle sind wir unter der
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von Mo–Fr zwischen 8.00 und 20.00 Uhr sowie
Sa von 8.00 bis 12.00 Uhr zu erreichen.