Othämatom - Blutohr

Bei einem Othämatom handelt es sich um einen Bluterguss in der Ohrmuschel des Hundes oder der Katze.

Je nach Größe kann die Schwellung für den Besitzer gut erkennbar sein – auch das Verhalten des Tieres ändert sich insofern, dass er sich häufig am Ohr kratzt, den Kopf schüttelt, schief hält oder schmerzhaft auf Berührung des Bereiches reagiert. In den meisten Fällen wird ein Blutohr durch eine Ohrenerkrankung ausgelöst, durch das Kratzen und Schütteln können Blutgefäße verletzt werden und einreißen. Zusätzlich können Bissverletzungen eine Ursache sein. Vor allem Hunde mit Schlappohren sind häufig betroffen.

Falls eine Ohrenerkrankung vorliegt, sollte diese zuerst behandelt werden, da ansonsten die Symptome nicht aufhören und somit eine Heilung verhindert wird. Der erste Behandlungsschritt des Othämatoms ist eine Punktion der entsprechenden Stelle, um zum einen die Flüssigkeit untersuchen zu können, und zum anderen den Druck am Ohr zu lindern. Danach erhält der Hund ein Schmerzmittel, ggf. ein Antibiotikum und einen regelmäßig zu wechselnden Druckverband.

Sollte es sich um ein größeres Othämatom handeln, muss dies operativ entfernt werden, um ein Wiederkehren des Hämatoms zu verhindern. Alternativ lässt sich ein Blutohr auch mit einer Blutegeltherapie behandeln.

Um einem Othämatom vorzubeugen, sollten die Ohren regelmäßig untersucht und die Ohrmuschel bei Verschmutzung gereinigt werden. Bei Entzündungendes Ohres ist ein Abstrich beim Tierarzt ratsam, um die Mikroorganismen mittels einer Ohrzytologie zu untersuchen.