Samenuntersuchung

Zuerst wird ein fraktioniertes Ejakulat in Anwesenheit einer läufigen Hündin durch manuelle Stimulation gewonnen. Dies ermöglicht die Beurteilung der Reflexkette des Rüden und die anschließende Untersuchung des Samens.

Die Qualität des Ejakulates wird direkt im Anschluss an die Gewinnung makroskopisch und mikroskopisch untersucht.

Die einzelnen Ejakulatfraktionen werden makroskopisch hinsichtlich Volumen, Konsistenz, Farbe, Beimengungen beurteilt.

Anschließend wird unter dem Lichtmikroskop die Vorwärtsbeweglichkeit der Spermien und das Vorhandensein von Fremdzellen (Leukozyten, Erythrozyten) beurteilt.

Zusätzlich wird der pH- Wert der einzelnen Fraktionen bestimmt und die Samengesamtzahl des Ejakulates wird mit Hilfe eines Zählgerätes ermittelt.

Zuletzt wird ein gefärbter Ausstrich des Ejakulates angefertigt, um den Anteil toter Spermien zu bestimmen. Anhand dieses Ausstrichs wird zusätzlich der Anteil missgebildeter Spermien ermittelt. Hierfür werden mikroskopisch 200 Samenzellen individuell auf Missbildungen untersucht und diese in einem Protokoll festgehalten.

Weitere Untersuchungen (wie z.B. eine bakteriologische Untersuchung) des Ejakulates können anhand der ersten Testergebnisse besprochen werden.

Abschließend erhalten Sie einen kompletten Befundbericht über die durchgeführten Untersuchungen.

Bitte beachten Sie, dass eine Zuchtauglichkeitsuntersuchung immer nur eine Momentaufnahme sein kann. Voraussagen zur künftigen Zuchtfähigkeit können nicht getroffen werden.