Endoskopie

Endoskopische Untersuchung eines Hundes durch die Tierärztin

Bei der Endoskopie können mit einer kleinen Kamera mittels Glasfaseroptik Strukturen der Körperhöhlen und einzelner Hohlorgane dargestellt werden. Dabei wird das Instrument meistens durch eine natürliche Körperöffnung, wie z.B. Nase, Rachen, After, eingeführt, um z.B. in den Magen, den Darm, die Harnblase oder die Lunge schauen zu können. Dies ermöglicht eine sehr genaue Beurteilung der jeweiligen Organe. Die Untersuchung findet meist am sedierten Tier statt, da sich der Patient für eine genaue Bildgebung nicht bewegen darf.

Das Endoskop wird hauptsächlich verwendet, wenn sich durch vorherige Röntgen- und Ultraschalluntersuchungen kein eindeutiger Befund ergibt. Daher bieten wir im Bereich der Endoskopie eine Vielzahl von Spiegelungen an:

  • Ohren (Otoskopie)
  • Nasenhöhlen (Rhinoskopie) und Rachen (Pharyngoskopie)
  • Luftröhre (Tracheoskopie) und der Bronchien (Bronchoskopie)
  • Magen- und Darmtrakt (Gastroskopie, Koloskopie)
  • Harnblase und Harnröhre (Urethrozystoskopie)
  • Vagina und Gebärmuttermund (Vaginoskopie)
  • Endoskopische Besamung

Gleichzeitig können mit dem Endoskop und speziellen Instrumenten ohne chirurgischen Eingriff Fremdkörper entfernt oder Gewebeproben entnommen werden.

Um sich einen Eindruck von dem Gerät verschaffen zu können, stellen wir in unserer Praxis ein flexibles Endoskop im Wartezimmer aus.

Endoskopische Besamung

Zusätzlich bieten wir die Möglichkeit einer endoskopischen Besamung an. Diese erfolgt an der stehenden Hündin mit einem starren Endoskop. Zunächst wird mit Hilfe des Endoskops der Eingang zur Gebärmutter, der Muttermund, in das Bild gebracht. Durch einen am Endoskop befindlichen Kanal kann nun der Besamungskatheter mit viel Gefühl in die Gebärmutter eingeführt werden. Sobald der Katheter richtig liegt, wird der Samen in die Gebärmutter appliziert. Da der Muttermund in zahlreichen Falten sehr versteckt liegt, kann der Vorgang der endoskopischen Besamung in schwierigen Fällen einige Zeit in Anspruch nehmen. Während dieser Dauer muss die Hündin möglichst ruhig stehen. Sollte sie dies nur bedingt dulden, muss eine Sedierung bzw. Narkose überdacht werden.

Zusätzlich verwenden wir die Endoskopie zur intrauterinen Besamung bei Zuchthündinnen.